Dipl.-Biol. Dagmar Engel
Schulung und Beratung
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Hygienezertifizierung und Schulung für Verpackungshersteller

International HACCP Certification Ltd. hat sich nach dem Prinzip der "Third Party Certfication" (= Zertifizierung eines anerkannten Standards durch eine unabhängige Einrichtung) auf die Vorbereitung und Durchführung der Zertifizierung von Verpackungs- und Packmittelherstellern nach dem Technical Standard des British Retail Consortiums (BRC / IoP) spezialisiert. Ein weiteres Serviceangebot umfasst Hygiene- und HACCP-Schulungsangebote für Mitarbeiter und Management in verpackungsherstellenden Betrieben. Seit 1997 gibt es auch eine deutsche Vertretung: Dipl.-Biol. Dagmar Engel, Fischbach.

Seit etlichen Jahren lassen viele Verpackungshersteller und ihre Lieferanten bereits regelmäßige Hygieneaudits in ihren Betrieben durchführen. Dies geschieht nicht nur mit dem Ziel, die eigenen Betriebsabläufe und produktionsrelevanten Prozesse transparenter und effizienter zu gestalten, sondern auch, um gegenüber dem Kunden die eigene gesetzlich verankerte Sorgfaltspflicht im Sinne der Produkthaftung zu demonstrieren. Diesen internen Audits stehen oft externe Inspektionen durch den Kunden aus Lebensmittelindustrie und Großhandel gegenüber, die die Wahrnehmung ihrer Auflagen an den Hersteller durch eigene Inspektionen überprüfen wollen. Durch diese "multiplen Audits" entstehen oft Konflikte in der beiderseitigen Zielsetzung. Das Prinzip der "Third Party" Zertifizierung - viele Kunden, aber nur noch ein Standard, und damit nur noch ein Auditformat - wird durch den neuen Leitfaden des BRC/IoP (IoP = Institute of Packaging) unterstützt, und bringt sowohl Kunden wie Lieferanten Erleichterung.

Um zu einem allgemeingültigen Standard zu gelangen, hat das British Retail Consortium gemeinsam mit dem Institute of Packaging einen neuen detaillierten Leitfaden für Lebensmittelverpackungen entworfen, den Technical Standard and Protocol for Companies Manufacturing and Supplying Food Packaging Materials for Retailer Branded Products. Dieses Dokument beabsichtigt, die besonderen Verpflichtungen, die Lebensmittelverpacker sowie Hersteller von Lebensmittelverpackungsmaterialien gegenüber Kunden und Verbrauchern haben, bewusst zu machen sowie deren praktische Umsetzung zu unterstützen. Der Technical Standard wurde am 16. Oktober 2001 veröffentlicht und es lässt sich bereits absehen, dass diese Leitlinie maßgeblich für die Durchführung von Audits auf diesem Sektor werden wird. Die Umsetzung dieses Standards erfordert sowohl Managementprozesse als auch strukturelle und produktspezifische Grundlagen, die innerhalb des verpackungsherstellenden Betriebs zuverlässig etabliert werden müssen.

Der Geltungsbereich des Standards umfasst die Teilbereiche Hygiene, Produktsicherung und Qualitätswesen. Das Dokument wendet sich an

  • Lebensmittelverpackungen zur Aufnahme oder Abfüllung von Lebensmitteln
  • Packmittel und andere Hilfsmaterialien, deren Herstellung unter kontrollierten hygienischen Bedingungen ablaufen muss
  • Einmal-Bedarfsgegenstände zur Nutzung des Verbrauchers, z. B. Partygeschirr, Pappbecker, Papierteller etc.

Mit der Forderung an den Verpackungshersteller, diesen Standard umzusetzen, folgen auch die Hersteller, Be- und Verarbeiter sowie Vertreiber von Lebensmitteln ihrer lebensmittelrechtlichen Sorgfaltspflicht. Eine gemeinsame Audit-Basis für Hersteller von Lebensmittelverpackungen ist damit ein wichtiger Beitrag zum Verbraucherschutz.

Das British Retail Consortium (BRC)
Das British Retail Consortium ist eine Handelsvereinigung, die 90 % des britischen Groß- und Einzelhandels repräsentiert. Von der großen Handelskette bis zum kleinen Eck-Laden sind alle denkbaren Formen des Einkaufmarkts vertreten. Durch seine starke Lobby stellt das BRC einen Faktor dar, der einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Bereiche wie Produktsicherheit, Lebensmittelrecht, Umwelt, e-commerce etc. ausübt. Damit werden auch Trends und Richtlinien innerhalb der Europäischen Gemeinschaft gesetzt, denn viele Produkte, die in den Regalen der großen britischen Retailer angeboten werden, kommen aus ganz Europa.

Das Institute of Packaging (IoP)
Das Institute of Packaging stellt den offiziellen Mitgliedsverband der britischen Verpackungsindustrie dar, und wurde 1947 als Ausbildungs- und Schulungseinrichtung für Mitglieder aus den diversen Bereichen der verpackungsherstellenden Branche gegründet. Die Mitglieder des IoP rekrutieren sich aus allen Sektoren dieses komplexen Industriezweigs.

Seit langem ist das Institute of Packaging als renommierter Anbieter von Verpackungstechnologie-Seminaren, Schulungen sowie unterstützenden Materialien etabliert. Es bietet eine Reihe von Qualifizierungen, z. B. das Diplom in Verpackungstechnologie an, die von den Studierenden erworben werden können. Zusätzlich werden Kurzlehrgänge und maßgeschneiderte Kurse nach den Bedürfnissen der jeweiligen Branche angeboten.

BRC und IoP - eine gemeinsame Beziehung mit einem gemeinsamen Ziel
Durch die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen entstand der Technical Standard für Verpackungshersteller als logische Erweiterung des bereits existierenden BRC Standards für Lebensmittelhersteller.

Hierbei wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die verpackungsherstellende Industrie ein unglaublich komplexer Industriezweig ist, der durch Einzelverbände wie z. B. Papier- und Kartonhersteller, Wellpappenhersteller, die Aluminium- und Stahlbehälterindustrie, Erzeuger von Glas- und Plastikbehältern sowie flexiblen Verpackungen etc. repräsentiert wird. Vertreter aller dieser Verbände haben an der Formulierung des vorliegenden Standard unter der Leitung des IoP mitgewirkt, womit garantiert wurde, dass sämtliche Bedürfnisse, die innerhalb der Herstellung von Food- und Non-Food-Verpackungen auftreten, berücksichtigt wurden.

Als professionelle Vertretung seiner Mitglieder aus der verpackungsherstellenden Industrie liegt die Intention des Institute of Packaging vor allem in der praktikablen Umsetzung der Auflagen des Technical Standards. Der im Oktober 2001 offiziell verabschiedete Standard ist ein flexibles Dokument, das einer regelmäßigen Überprüfung/Revision durch beide Einrichtungen unterliegt.

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